LIFE IS TOO SHORT TO BE SPENT ON EATING...

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Montag, 26.Mai - 51,6kg

Scheiße. Gar nicht das, was hätte sein sollen. Eigentlich müsste ich jetzt an meinem Kunst-Leistungskurs-Bild weiterarbeiten, doch stattdessen sitze ich hier am Rechner und zerbreche mir den Kopf darüber, ob ich es schaffe, bis morgen früh 1,3kg abzunehmen, um wieder auf dem Stand von heute Morgen zu sein. Ja, ganz richtig - ich habe gefressen. Nicht einmal, weil ich Hunger hatte, sondern weil ich einfach Lust auf Kuchen hatte. Und danach habe ich 16 Butterkekse und einen Schokokeks verdrückt. Der Schokokeks war viel zu fettig und hat gar nicht geschmeckt. Doch ich habe ihn dennoch gegessen. Warum, denke ich mir. Warum? Weil ich ein willenloses Arschloch bin. Ich weiß ganz genau, dass ich 8kg Übergewicht habe - und stopfe diesen Scheiß in mich hinein.
Es ist wie ein Schlund, in dem man versinkt. Einmal versagt, überkommt einen Dunkelheit. Man will flüchten, doch man kann nicht - man kann einem vollen Magen nicht entkommen. Genauso, wie man seinem Gewissen nicht entkommen kann. Die Stimme in meinem Kopf schreit mich an und ich habe schon lange aufgehört, mich gegen sie zu wehren, denn ich weiß, dass sie letztendlich recht hat. So zwang sie mich auch heute, ins Klo zu gehen und mir den Finger in den Hals zu stecken. Der Haken dran ist nur, dass ich keinen Würgreflex habe und von daher nicht viel bei rausgekommen ist. Ich tröste mich damit, dass ich mir dadurch wenigstens ein paar Kalorien eingespart habe, auch wenn sie nicht beseitigt sind. Nachher werde ich wohl noch Sport machen. Doch auch wenn ich nicht oder nicht viel zunehme - ich nehme schonmal nicht ab. Und das heißt, dass wieder ein Tag verloren ist. Es ist die Hölle. Nicht die Magersucht macht mich fertig, sondern meine Schwäche. Mir gefällt es nicht, dass ich mich magersüchtig nenne, denn im Grunde bin ich es ja gar nicht. Anas sind stark - ich bin es nicht. Ich stopfe mich genüsslich mit Keksen voll bis meine Stimme sich wieder meldet und mich zur Vernunft zwingt. Doch dann ist es schon zu spät. Dann ist mein Magen schon voll - schon wieder diese widerliche Blase. Manchmal wünsche ich mir, man könnte den Bauch einfach wie eine Blase aufstechen und ausdrücken. Ich erinnere mich dann immer an dieses Mädchen aus der Doku "Thin", das das Essen durch ihren Schlauch im Bauch rausgesogen hat.
Ich wünschte, ich könnte das Gefühl beschreiben, was gerade in mir herrscht. Es ist wie ein Brennen - meine ganzes Inneres brennt und um meine Augen dreht sich alles. Meine Gedanken kreisen nur darum, dass ich heute mit Sicherheit so um die 1000kcal hatte. Vielleicht mehr. Ich bin so ein Versager. Und das Schlimmste ist, dass ich immernoch diese Gier nach Essen in mir habe. Doch ich werde heute nicht mehr essen und hoffe, ich kann morgen endlich wieder abnehmen.
Doch irgendwie sage ich mir das jeden Tag.
26.5.08 17:25
 



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